Geschickt eingefädelt: Diese Jurorin weiß, worauf es ankommt

Selbermachen ist Trend – das hat man auch bei Vox erkannt und sich auf die Suche nach Kandidaten für eine neue Nähshow im deutschen TV gemacht. Die müssen von Folge zu Folge immer schwierigere Aufgaben erfüllen, bis am Ende feststeht, wer am besten näht. Wir haben vor dem Start von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“ mit Inge Szoltysik-Sparrer gesprochen, die neben den Designern Guido Maria Kretschmer und Anke Müller in der Jury der Show sitzt.

Inge Szoltysik-Sparrer (links) mit ihren Jury-Kollegen Guido Maria Kretschmer und Anke Müller (Foto: Elisabeth Singer)

Start am 3.11. auf Vox

Fünf Frauen und drei Männer treten in „Geschickt eingefädelt“ gegeneinander an und wollen die Jury mit ihren Nähkünsten überzeugen. Doch nicht nur handwerkliches Geschick und Sorgfältigkeit sind gefragt, auch Kreativität und Designtalent brauchen die Teilnehmer, um weiter zu kommen.

In der Jury sind die Aufgaben klar verteilt: Während Guido Maria Kretschmer als „Gastgeber“ der Sendung mehr als freundschaftlicher Ratgeber der Kandidaten auftritt, bewertet Anke Müller das Design der abgelieferten Stücke, Inge Szoltysik-Sparrer hingegen urteilt über die Verarbeitung. Dazu schaut sie den acht Wettstreitern bei der Arbeit über die Schulter: „Entscheidend ist das Endergebnis. Aber man kann daran natürlich sehen, wie die Produktionsschritte waren.“

Handwerk als Grundlage

Die Bundesvorsitzende des Maßschneiderhandwerks weiß, worauf es ankommt. Wer hier einen Reißverschluss schief einnäht, muss mit Kritik rechnen. Doch auch wenn sie in der Sendung eher die Rolle der strengen Jurorin übernimmt, macht Inge Szoltysik-Sparrer beim Pressetermin zu „Geschickt eingefädelt“ einen durchaus sympathischen Eindruck. Verständnis für die Kandidaten, die bei so mancher Aufgabe unter Druck geraten, kann sie definitv aufbringen. Denn auch sie stellt sich als Maßschneiderin in Wettbewerben regelmäßig dem Urteil anderer.

Inge Szoltysik-Sparrer

Jurorin Inge Szoltysik-Sparrer

Dafür, dass viele junge Menschen von einer Karriere als Modedesigner träumen und ein Studium dem Handwerk vorziehen, hat sie jedoch weniger Verständnis: „Man merkt immer noch, dass der akademische Bildungsgrad einen höheren Stellenwert hat als der handwerkliche. Letztendlich habe ich im Handwerk aber dieselben Möglichkeiten“, so die Schneidermeisterin. „Ich kann sofort nach der Schule in den Beruf starten. Ich sehe das bei mir im Betrieb: Die Mitarbeiter machen die Ausbildung bei uns, die Gesellenjahre und die Meisterausbildung. Mit Anfang 20 haben sie bereits eine leitende Position, da sind die anderen gerade noch mitten im Studium.“ Und sie betont: „Im Zuge der Angleichung der EU-Standards ist der Meister dem Bachelor gleichgestellt. Gesellschafts- und bildungspolitisch haben beide denselben Stellenwert.“

„Die gut ausgebildeten Leute im Handwerk haben tolle Zukunftschancen“

Maßgeschneidert und individuell

Nicht nur die Lust am Selbermachen steigt in der Gesellschaft. Auch die Nachfrage nach maßgeschneiderter Kleidung steigt in Zeiten von Primark & Co. Das hängt zum einen damit zusammen, dass maßgeschneiderte Kleidung individuell ist. „Dabei kann man auch noch seine eigene Kreativität und Vorlieben mit einfließen lassen“, so Inge Szoltysik-Sparrer. „Ich habe als Kunde Einblick in die Produktion, ich kann demjenigen, der mein Kleidungsstück herstellt, über die Schulter schauen.“ Aber auch humane Gründe spielen eine wachsende Rolle: „Es gibt einen spürbaren Bewusstseinswandel. Die Leute möchten keine Billig-Ramsch-Teile tragen, von denen sie nicht wissen, woher sie kommen und bei denen womöglich sogar Kinderarbeit eine Rolle spielt.“ Zudem werde die heimische Wirtschaft gefördert, wenn man statt Kleidung aus Fernost ins Maßschneideatelier um die Ecke geht.

Wer jetzt gespannt ist, welche Aufgaben Inge Szoltysik-Sparrer gemeinsam mit Guido Maria Kretschmer und Anke Müller den Kandiaten stellt und wie diese sie lösen, sollte am 3. November um 20.15 Uhr Vox einschalten! Dann läuft die erste Folge von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

Hier gibt es alle Infos zur Sendung!

Das Buch zur Sendung

Begleitend zur Sendung erscheint am 3.11. das Buch „Geschickt eingefädelt – Das große Nähbuch mit Guido Maria Kretschmer“. Alle, die das Nähen selbst einmal ausprobieren möchten, finden darin unter anderem Schnittmuster aus der Sendung und vom Designer.

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