Giftfreie Kleidung: Greenpeace veröffentlicht „Detox Catwalk“ 2016

Niemand von uns ist scharf auf Gift auf der Haut und trotzdem machen sich die meisten wahrscheinlich wenig Gedanken darüber, welche Chemikalien sich in der Kleidung befinden. Hauptsache, die Sachen sind billig und modisch. Bei Greenpeace hingegen schaut man genauer hin: Regelmäßig stellt die Umweltorganisation Modelabels auf den Prüfstand und schickt sie auf den „Detox Catwalk“.

Mittlerweile haben sich laut Greenpeace 76 Firmen im Rahmen der Kampagne Detox dazu verpflichtet, bis 2020 giftfrei zu produzieren. Während die einen gute Fortschritte machen, lassen sich andere dabei mehr Zeit als vielleicht nötig. Dabei geht es auch um Transparenz, indem etwa Abwasserwerte bei der Textilproduktion öffentlich gemacht werden.

Vorreiter ist dabei etwa Inditex (Zara). Nicht nur die Abwasserdaten, sondern auch die Lieferantenliste kann jeder, der sich dafür interessiert einsehen und so erfahren, woher seine Kleidung kommt. Ebenfalls zur „Avantgarde“ des Detox Catwalk gehören Benetton und H&M. Dennoch gibt es auch an den Detox-Vorreitern Kritik von Greenpeace: „Neue Kollektionen alle paar Wochen belasten die Umwelt und benötigen enorme Ressourcen“, so Manfred Santen, Greenpeace-Experte für Chemie. Daran sind aber auch wir Verbraucher nicht unschuldig, schließlich bevorzugen wir das Konzept der „Fast Fashion“. Lieber öfter, viel und billig statt selten, hochwertig und teuer.

Zu den Unternehmen, die zwar Fortschritte machen, aber ihren Detox-Plan schneller umsetzten müssten, zählen unter anderem C&A, adidas, Mango oder Primark.

Am Ende der Rangliste, unter den „Fauxpas“, landeten Esprit, Nike, Li-Ning und Limited Brands. Sie haben sich zwar zur Entgiftung verpflichtet, scheinen derzeit allerdings eher einen anderen Weg einzuschlagen. Unter den von Greenpeace als „Giftliebhaber“ bezeichneten Modemarken finden sich auch in diesem Jahr wieder viele hochpreisige Labels wie Armani, D&G, Hermes oder Versace.

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