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Während ihres Praktikums bei Anna Scholz in London hat Designerin Katja Heidrich erlebt, dass es noch andere Ideale gibt, als die, die sie an der Uni im Rahmen des Studiums kennen gelernt hat. Mit ihrem Label „mable“ setzt sie diese Erfahrung um und macht Mode für Frauen in Größe 36 bis 48. Damit will sie nicht nur eine größere Zielgruppe ansprechen, sondern wehrt sich auch gegen eine Trennung von Normal- und Übergröße. Covertrends.de hat sich mit Katja Heidrich über ihren Werdegang, das Mode-Business und ihr Label unterhalten. Lest weiter und lernt die Frau hinter mable kennen!

Erste Kollektion im Verkauf

Gegründet wurde mable bereits 2012 in London. Dort wurde die Basis für das Label gelegt: „Mode soll bei uns nicht für Models gemacht werden, sondern für „everyday“-Mädels“, so Katja Heidrich. Damals hat sie auch gemerkt, dass sie lieber ihr eigener Chef sein und ihre Visionen verwirklichen will. Nach ihrem Abschluss in Modedesign im Jahr 2014 konzentrierte sich die junge Frau ganz auf ihr Label und bringt mit der Frühjahr-/ Sommer-Kollektion 15 die erste mable-Linie auf den Markt, die man auch kaufen kann.

„Die Trennung zwischen Normal- und Übergröße ist völlig veraltet.“

Innovatives Konzept

Mit mable besetzt Katja Heidrich eine Nische in der Modebranche, indem sie ihre Klamotten in Größe 36 bis 48 anbietet. Dafür bekommt sie viel Zuspruch: „Immer mehr Leute beginnen zu begreifen, dass Designer-Mode für alle ist und nicht nur für Menschen, die in sehr schmale Kleidergrößen passen.“ Allerdings ist es gar nicht so leicht, ihr innovatives Konzept auf dem Markt zu platzieren, denn viele Multibrand-Shops verkaufen nur Mode bis Größe 42/XL oder eben erst ab Größe 42. „Ich arbeite also immer an mindestens zwei Baustellen, wenn es um den Vertrieb geht.“

Um sich in der Modebranche durchzusetzen, brauchen junge Designer weit mehr als nur Talent und Durchhaltevermögen. Das hat auch Katja Heidrich schnell gemerkt, die sich selbst als „Kontrollfreak“ bezeichnet. „Ich musste lernen, auch mal Aufgaben abzugeben und nach Hilfe zu fragen. Was man nicht kann und deshalb ewig braucht, um es zu erledigen, sollte man abgeben“, so die Erkenntnis der Designerin.

Kleines Team

Eine große Unterstützung sind dabei auch ihre Kolleginnen Andrea und Adrijana, die alle Kreationen einem „Reality-Check“ unterziehen und die Entwürfe, Grafiken und Texte auf ihre Alltagstauglichkeit durchchecken. Die drei Frauen machen alles selbst: Entwürfe, Schnittentwicklung, Anpassung am Model, Stoffauswahl und die Fertigung von Musterteilen. „Die größere Produktion geben wir in eine kleine Manufaktur in Polen ab, die eng mit uns zusammenarbeitet und die Qualität garantiert, die wir in unserem Atelier nicht in der Menge abliefern könnten“, erklärt Katja Heidrich.

„Wie bei einer Persönlichkeit wird ein Teil für mich erst richtig interessant, wenn es aus mehreren Facetten besteht und man bei jedem Mal Tragen etwas Neues entdecken kann.“

Am liebsten arbeitet die junge Designerin, die 1990 geboren wurde, mit Materialien, die nicht jedes Detail auf den ersten Blick verraten oder sich toll anfühlen. Die Kombinationen von mehreren Materialien ist mables absolutes Markenzeichen.

Mit mable wehrt sich Katja Heidrich gegen die Trennung von Normal- und Übergröße. Und sie ist überzeugt, dass diese auch in der Modebranche über kurz oder lang auch aufgehoben werden wird. „Derzeit entwickelt sich die Plus Size-Sparte rasant. Seit fünf Saisons gibt es sogar eine eigene Messe für Übergrößen während der Fashion Week in Berlin. Diese Branche holt jetzt schnell zu den bekannten Marken mit „Normalgrößen“ auf. Vorher waren die beiden Sparten sehr unterschiedlich: Normalgrößen high end, Übergrößen veraltet und stiefmütterlich behandelt. Wenn beide Sparten vergleichbar werden, werden auch die Grenzen mehr und mehr verschwimmen.“

mable-Kollektion vorbestellen

Derzeit kann man im mable-Shop die Teile der Frühjahr-/Sommer-Kollektion 15 vorbestellen, die ab 1. April geliefert werden. Das mable-Team um Katja Heidrich arbeitet derweil schon an der Kollektion für Herbst/ Winter. Inspiration dafür holt sich die Designerin unter anderem durch Mails von Kunden oder Bloggern. „Die Mails sind meist nur ganz kurz oder enthalten einfach nur ein Danke und ein Foto von einer Gelegenheit, bei der ein mable-Design getragen wurde. Diese Mails zu lesen sind die schönsten Momente überhaupt und bieten viel emotionalen Treibstoff für Entwürfe.“

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