Berlina Pflanze

BERLINA PFLANZE

gegründet: 2013

Stadt: Berlin

www.berlina-pflanze.com

Obwohl sie ihr Label BERLINA PFLANZE erst 2013 gegründet hatte, zeigte Designerin Inga Lieckfeldt bereits 2014 eine erste Kollektion auf der Berliner Fashion Week. Wir haben mit ihr über das Geheimnis ihres Erfolgs gesprochen und stellen euch ihr Label näher vor!

„Ich möchte Frauen die Möglichkeit geben sich einzigartig zu kleiden und zu fühlen und das auf der ganzen Welt. Und um dies zu verwirklichen, stecke ich gern all mein Herz und Fleiß in diese Idee hinein“, beschreibt die Designerin ihr Bestreben hinter Berlina Pflanze.

Im Rahmen ihres Studiums der Bekleidungstechnik/ Konfektion an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin sammelte Inga Lieckfeldt erste Erfahrungen bei EVELIN BRANDT BERLIN und lernte dort viel über Marketing und Vertrieb – nicht gerade unwichtig, wenn man später ein eigenes Label gründen möchte. Noch während des Studiums erarbeitete sie eine eigene Konzeptidee, wagte schließlich den Schritt in die Modewelt und macht jetzt noch ihren Master.

BERLINA PFLANZE by Inga Lieckfeldt NEW COLLECTION

BERLINA PFLANZE by Inga Lieckfeldt NEW COLLECTION (Foto links: Martin Briese Photography/ Model: Yo Beirao; Foto rechts: Ana Druga l DRUGA DESIGN)

Jedes Stück ein Unikat

Jetzt macht Inga Lieckfeldt mit ihrem Label BERLINA PFLANZE zeitlose, feminine Mode für Frauen jeden Alters. „Ich habe eine Vorliebe für dezente Schnitte und kombiniere diese liebend gerne mit originellen Materialien“, beschreibt sie ihre Kreationen. Jedes Stück ist dabei ein Unikat und das kommt bei vielen Kundinnen gut an: „Es gibt doch viele Kundinnen, denen es äußerst wichtig ist, sich etwas Besonderes zu leisten, das Ihnen nirgends noch einmal in der Form begegnet. So ein Stück ist Ihnen dann auch etwas Wert.“

Alle Modelle entstehen vom Entwurf bis zur Fertigung in Berlin. „Ich designe und nähe bisher alle meine Kollektionen selbst. Daher habe ich auch die 100%-ige Kontrolle, dass alles mit rechten Dingen zugeht“, so die Designerin. Diese Form der Nachhaltigkeit hat verständlicherweise ihren Preis, aber nicht jeder ist bisher bereit, mehr Geld für handgemachte Qualität auszugeben. „Die Modebranche wünscht sich zwar, dass eine höhere Ausgabebereitschaft für nachhaltige Mode besteht, Statistiken belegen aber oft das Gegenteil. Ich denke, Konsumenten sind durchaus bereit mehr Geld in etwas zu investieren, wenn es in Ihren Augen etwas Besonderes darstellt und Ihnen der Preis dafür als angemessen erscheint. Diese Gruppe kann und sollte aber im Interesse aller noch wachsen“, findet Inga Lieckfeldt.

Konkurrenzdruck und „Berlin-Hype“

Als „Berliner Original“, eine Berliner Pflanze eben, weiß die Designerin die Vorzüge der Hauptstadt zu schätzen: „Berlin hat einfach Charme und dieser macht die Hauptstadt einzigartig. Wer Berlin richtig kennt, der weiß auch wo noch das eine oder andere wahre schöne Plätzchen zu finden ist. Natürlich werden viele dieser kleinen unscheinbaren Orte durch den Berlin-„Hype“ weniger. Doch wer mit seinem Herzen schaut, der wird immer ein bisschen Schönheit und Glück in Berlin finden.“

In ihrer Arbeit als Designerin bekommt Inga Lieckfeldt aber auch den großen Konkurrenzdruck zu spüren, der im Berliner Modebusiness herrscht. Doch Leidenschaft und harte Arbeit machen sich bezahlt: „Berlin schreit nach Kreativität. Jeder will es versuchen, jeder kann es. Sich wirklich zu behaupten ist allerdings harte Arbeit. Als kleines Label hat man es einfach schwer“, beschreibt sie die Schattenseiten des „Berlin-Hype“. „Ich persönlich lege großen Wert darauf stets professionell zu arbeiten, denn ich liebe und lebe, was ich tue. Daher bin ich bereit all meine Zeit und Kraft in mein „Ein-Frau-Unternehmen“ zu stecken und mit Ernsthaftigkeit und starkem Willen zu arbeiten. Ganz nach dem Motto: „Wer viel will, der muss viel tun.“ Selbstverständlich gibt es immer mal die eine oder andere Niederlage. Umso kostbarer sind die Momente, in denen man spürt, dass der Fleiß sich auszahlt.“

Casual Collection l Berlina Pflanze by Inga Lieckfeldt

Casual Collection l Berlina Pflanze by Inga Lieckfeldt (Foto: Sebastian Kiener/ KOWA-Berlin)

Traum vom eigenen Laden

Nicht nur, sich mit seinem Label gegen die Konkurrenz durchzusetzen, ist schwer. Auch, einen eigenen Laden zu eröffnen und zu unterhalten, ist eine Herausforderung. Der will sich die Designerin aber durchaus eines Tages stellen. Sie hat aber auch eine andere Idee: „Ich denke was wirklich Zukunft hätte, wäre so etwas wie eine Gemeinschaft mit anderen Designern zu gründen. So kann man sich Arbeit, Zeit und Kosten fair teilen und es steckt Herz drin.“

Momentan verkauft Inga Lieckfeldt ihre Kollektionen in anderen Shops, in die sie sich einmietet, etwa in München und Nürnberg. In Berlin bietet sie ihre Mode unter anderem in Pop Up Stores, etwa im Bikini Berlin, an. Dort hat sie gemerkt, wie wichtig der persönliche Kontakt zu den Kunden ist: „Durch meine Pop Up Shop-Erfahrung im Bikini Berlin musste ich feststellen, dass man seine Mode persönlich am erfolgreichsten verkauft. Dies ist nicht einmal ansatzweise mit dem Abverkauf in Läden, wo man sich einmietet oder seine Ware auf Kommission abgibt, zu vergleichen. Ich denke ganz einfach, weil die Persönlichkeit und Authentizität des Designers fehlen. Vor Ort im Pop Up Shop waren die Leute immer ganz begeistert, dass sie persönlich mit der Designerin sprechen können und man Ihnen so viel Information zum einzelnen Design geben kann. Des Weiteren habe ich natürlich die Möglichkeit direkt Änderungsarbeiten anzubieten, wenn ein Kleidungsstück an der einen oder anderen Stelle nicht passt oder zu lang ist.“

Neben ihren eigenen Kollektionen bietet Inga Lieckfeldt übrigens auch noch Maß- und Individualanfertigungen an. Wenn bei euch jetzt also das Interesse an ihrer Arbeit geweckt ist, nehmt am besten direkt über ihre Webseite Kontakt mit der Designerin auf!

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