AGIOS

AGIOS

gegründet: 2014

Stadt: Karlsruhe

agios-fashion.com

Ihren Spaß an der Mode verwirklichen und anderen Menschen mit ihren Kleidungsstücken eine Freude machen – diese Beweggründe steckten hinter der Gründung des Labels AGIOS, das die beiden Freunde Sam und Robby 2014 ins Leben gerufen haben. Ihre Leidenschaft für Mode leben beide bereits seit ihrer Kindheit aus. Doch statt immer nur für sich selbst und ihre Freunde zu schneidern, machen sie ihre Kreationen jetzt einem breiten Publikum zugänglich. Wir stellen euch AGIOS vor!

Aus der anfänglichen Passion wurde erst ein Wunschtraum, der mit der Gründung des Labels Wirklichkeit wurde. Hinter dem Namen und Logo des Labels steht zudem eine ganz besondere Geschichte: Auf dem Logo von AGIOS (gr. „der Heilige) ist eines der ältesten Kunstwerke der Aramäer abgebildet, das auch auf Tempelanlagen zu sehen ist. „Leider wurden in den letzten Jahren viele dieser Kunstwerke im Irak durch den Krieg zerstört“, erklärt Sam, der selbst aus dem Irak stammt und als Flüchtling über Griechenland nach Deutschland kam. Dort lernte er Robby kennen, der seine Leidenschaft für Mode bereits mit einem Second Hand-Laden auslebte.

Hochwertige Stoffe, traditionelle Nähweisen

„Durch den Glauben an das Gute im Menschen, den Hintergrund der Nachhaltigkeit und der hohen Ansprüche an Qualität haben wir uns für ein eigenes Label entschieden“, so die Designer weiter. Gerade die hochwertigen Stoffe, die bei AGIOS verwendet werden, machen die Mode aus. „Kaschmir, Seide, Viskose, Baumwolle und andere natürliche Stoffe, die in Italien erworben werden. Unsere Mode wird in Deutschland von uns selbst kreiert, entworfen, genäht und vollendet.“

Beim Nähen setzen Sam und Robby auf Techniken aus den 50ern, 60ern und 70ern, arbeiten sogar noch an Maschinen aus den 60er-Jahren: „Zu dieser Zeit wurden mehr Stoffe, mehr Garne und hochwertigere Materialien verwendet. Die waren zwar teurer, aber dafür war der Sitz perfekt und ein Kleidungsstück noch etwas Besonderes“, erklären die AGIOS-Gründer. „Eine Jeanshose in den 60ern und 70ern hat man selten zu zweit zerreißen können. Heute kann man mit zwei Fingern die Nähte einer Jeanshose trennen.“

Auch die Kultur der arabischen Welt hat Einfluss auf die Mode von AGIOS: „Man legt dort viel Wert auf hochwertige Handarbeit und aus Altem entsteht oft Neues. Außerdem gibt es in den arabischen Ländern viele hochwertige und schlichte Kleidungsstücke, was der Mehrheit der westlichen Welt unbekannt ist. Die Meisten gehen von üppigen Kleidungsstücken mit viel Bling Bling aus. Dem ist nicht so.“

Freedom and peace for all of us. And for you at march the 5th in our shop!

Posted by AGIOS on Montag, 15. Februar 2016

Handarbeit ist auch das Markenzeichen von AGIOS. Mode made in Germany, ganz nach dem Motto: „Die Mode soll die Frau kleiden und ihre Vorzüge zeigen, nicht die Kleidung die Frau verändern“. Schnitte und Passformen der Kleidungsstücke werden zudem an Körper und Maße der Kunden angepasst statt einfach nur einer Größennorm zu entsprechen.

Lieblingsstücke statt Massenware

AGIOS macht Kleidung für Frauen und Männer, eine bestimmte Zielgruppe gibt es nicht. Allerdings folgen Sam und Robby durchaus gewissen Prinzipien: „Wir wollen weg von Konsum und hin zum Lieblingsstück, für das man auch gerne mal etwas mehr ausgibt. Etwas, aus dem man nicht mehr raus möchte. Weg von Primark und Co mit Chemie, Plastik, Kinderarbeit und Konsum. Hin zu Nachhaltigkeit durch wenig, aber dafür sehr hochwertige Kleidung, die jeder täglich tragen kann. Gut kombinierbar und lange tragbar.“

Zu den Kunden von AGIOS gehören auch Künstler aus der Umgebung, für die die beiden auch Einzelstücke anfertigen. Einer davon ist etwa der Pianist Mark Moody, der auch schon als Model für AGIOS vor der Kamera stand.


Neue Kollektion

Alle drei Monate gibt es eine neue Kollektion, die in verschiedenen Größen in einer kleinen Auflage verfügbar ist. Außerdem gibt es „Art of fashion“ – Einzelstücke, die in langer, aufwendiger Handarbeit gefertigt wurden. Kaufen könnt ihr die Teile über agios-fashion.com. Oder ihr besucht Robby und Sam in ihrem Atelier in der Karlsruher Oststadt und lernt sie persönlich kennen!

Dort könnt ihr auch die Frühlingskollektion 2016 in Augenschein nehmen. Sie trägt den Titel „Peace“. Dahinter steckt zum einen die Liebe der Designer zur Hippiezeit, zum anderen aber auch der Wunsch nach Frieden und Zufriedenheit. „Aufgrund unserer Herkunft sind wir mitten im Geschehen um den Krieg im Irak und Syrien. Wir verloren Freunde und Familienmitglieder in diesem unsinnigen Machtgehabe durch den Krieg“, erklären die beiden. „Mit der Kollektion wollen wir zeigen, dass man durch viele normale Menschen etwas in der Welt bewegen kann. Wie damals im Vietnamkrieg, als alle auf die Straßen gingen. Weg von der Generation Facebook, hin zur Menschlichkeit.“

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